Bericht über den Qualifikationskurs 2017

Bericht über die Einrichtung eines Besuchsdienstes beim Verein anders alt werden

Es ist jetzt schon 5 Jahre her, dass der Verein anders alt werden gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt einen Qualifizierungskurs durchführte. Damals erhielten u.a. 12 Mitglieder unseres Vereins ein Zertifikat, das sie berechtigte, ehrenamtlich im Rahmen unseres Besuchsdienstes tätig zu werden. In der Folge bekam unser Verein am 15.8.2013 durch den Regionalverband Saarbrücken und den Kreis Homburg die Zulassung als Träger eines Niedrigschwelligen Angebots nach § 45 a SGB XI des Pflegegesetzes und hatte damit die Berechtigung, Betreuungsleistungen der Ehrenamtshelfer*innen mit den Pflegekassen abzurechnen.

So richtig in Schwung kam unser Betreuungsdienst damals leider nicht, denn viele Helfer*innen waren zu dem Zeitpunkt im Verwandtenkreis helfend tätig. Und so wagten wir uns auch nicht, mit unserem Besuchsdienst an die Öffentlichkeit zu gehen. Als wir dann im April 2017 den Besuchsdienst wieder aktualisieren wollten, machte uns Herr Job vom Regionalverband Saarbrücken darauf aufmerksam, dass sich Anfang 2017 die Richtlinien zur Durchführung des Niedrigschwelligen Angebots (Jetzt: Angebote zur Unterstützung im Alltag) geändert haben. Unsere Zulassung musste durch eine Qualifizierung entsprechend den Richtlinien neu erworben werden, da die alte Zulassung ihre Gültigkeit Ende Februar 2018 verliert.

Unser ursprüngliches Ansinnen, wieder gemeinsam mit der LAG Pro Ehrenamt eine Schulung durchzuführen, scheiterte letztlich daran, dass die LAG zwar Interesse, aber auf Grund ihres Wohnprojekts im Mühlenviertel dafür keine Zeit hatte.

Deshalb nahmen sich Anne Maas-Binkle, Ines Trapp-Marx und Herr Baumann der Aufgabe an, zu den vorgeschriebenen Ausbildungsinhalten die passenden Referent*innen zu suchen.

Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Mitglieds Frau Ute Seibert, die hauptberuflich Leiterin des Paul Marien Hospizes in Saarbrücken ist, gelang es, einen Kursplan zu entwickeln, der den Anforderungen des Regionalverbandes entsprach. Die Referent*innen konnten wir z.T. aus den Reihen unserer Mitglieder requirieren, einige andere fanden wir im Umfeld der Waldorfschulen und der Christengemeinschaft. Durch eine Zeitungsmeldung aufmerksam geworden, meldeten sich für die Qualifizierung aber auch neue, interessierte Menschen, die nicht zum üblichen Waldorfumfeld gehören. Die Schulung war für die Teilnehmer*innen kostenfrei, die Kosten übernahm unser Verein.

Parallel dazu entwickelten Frau Trapp-Marx , Frau Maas-Binkle und Herr Baumann einen professionell gestalteten Flyer, den wir nach dem Abschluss der Schulung in den Arztpraxen uns bekannter Ärzte verteilen wollen. Neu entwickelte Merkblätter, Formulare für Rechnungen, Einsatzlisten und anderes mehr wurden mit unserem neuen Logo gestaltet. Alles in allem kamen da etliche Stunden Arbeit für die beiden hauptverantwortlichen Frauen zusammen.

Ab Mai 2017 begann dann die Qualifizierungsmaßnahme in den Räumen der Christengemeinschaft Saarbrücken. Um nur einige Themen der Schulung zu nennen:

Basiswissen über Krankheits- und Behinderungsbilder, Behandlungsformen und Pflege der zu betreuenden Personen sowie Möglichkeiten der Hilfen, Wahrnehmung des sozialen Umfeldes und des bestehenden Hilfe- und Unterstützungsbedarfs, Hauswirtschaftliche Möglichkeiten der Begleitung und Unterstützung, Umgang mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung, Sturzprävention, Besonderheiten der Anthroposophischen Pflege etc.

Am 21.11.2017 war es dann soweit, im Anschluss an unsere diesjährige Mitgliederversammlung wurden den erfolgreichen Absolvent*innen des Kurses die Zertifikate durch Frau Seibert überreicht.

(Bilder hierzu siehe in der Galerie)

Aktuell hat der Besuchs-und Begleitdienst auch schon 3 Betreuungen übernommen, wobei sich Frau Trapp-Marx und Frau Maas-Binkle natürlich wünschen, dass möglichst viele der ausgebildeten Ehrenamtshelfer*innen für den Dienst zur Verfügung stehen.

R. Kirch im November 2017