Qualifikationskurs zum Ehrenamtshelfer*in

Was sind niedrigschwellige Betreuungsangebote?

„Niedrigschwellige Betreuungsangebote sind Angebote, in denen Helfer und Helferinnen (geschulte Ehrenamtliche) unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen sowie Pflegepersonen entlasten und beratend unterstützen. Die Leistungen werden in der Regel von Ehrenamtlichen (Laien) erbracht und sind kostengünstiger als ausgebildetes Pflegepersonal, zum Beispiel von einem ambulanten Pflegedienst. Die Betreuung erfolgt stundenweise und nach Bedarf. Das Abschließen von umfangreichen Betreuungsverträgen ist bei diesen Angeboten nicht notwendig…

WICHTIG bei all den Angeboten ist, dass der Anbieter eine gesetzliche Zulassung haben muss, denn nur dann werden die Kosten auch von den Krankenkassen/Pflegekassen bezahlt…

Es gibt sehr strenge Richtlinien darüber, wer die „Angebote zur Unterstützung im Alltag“ anbieten bzw. durchführen darf. Wer möchte, dass die Pflegekasse die Entlastungsleistungen bezahlt, muss sich an Vereine oder Einrichtungen wenden, die eine Zulassung zur Durchführung von Entlastungsangeboten haben. Wenn also Ihr Nachbar immer wieder mit Ihrem pflegebedürftigen Vater spazieren geht und Sie dem freundlichen Herrn für seine Dienste Geld bezahlen, wird die Pflegekasse diese Kosten nicht übernehmen. Anders dagegen ist es, wenn der freundliche Nachbar zum Beispiel ehrenamtlich für einen anerkannten Helfer-In oder Nachbarschaftsdienst arbeitet. Dann wird die Leistung mit dem Nachbarschaftsdienst abgerechnet.“ (aus: https://www.pflege-durch-angehoerige.de/2017/01/13/was-sind-angebote-zur-unterstuetzung-im-alltag-und-wer-bietet-diese-an)

Das Angebot des Vereins anders alt werden zur Unterstützung im Alltag

Der Verein anders alt werden ist von den Pflegekassen, dem Regionalverband und dem Saarpfalzkreis anerkannt und kann, sofern von den jeweiligen Pflegekassen ein Pflegegrad genehmigt ist, Betreuungsleistungen abrechnen. Hierzu steht seit 2017 ein monatlicher Entlastungsbetrag für Angehörige in Höhe von 125.-€ zur Verfügung. Auch die Verhinderungspflege mit einem jährlichen Zuschuss der Pflegekasse von 1.612.-€ kann in die Entlastung für Angehörige mit einbezogen werden.

Die Helfer-Innen bestimmen den Umfang ihrer Tätigkeit in Absprache mit den Klient-Innen selbst. Sie sind während ihres Einsatzes versichert und erhalten eine Entschädigungspauschale (10.-€/Std.), Klienten zahlen eine Stundenpauschale ab 14.-€.

Die Anerkennung unseres Vereins als Niedrigschwelliges Angebot gilt durch die Neufassung noch bis zum 28.Februar 2018. Bis dahin muss der Nachweis der aktuellen Qualifizierungskriterien für die Ehrenamts-helfer/innen erbracht sein, sonst erlischt unsere Zulassung.

Deshalb hat sich unser Verein für eine Neuauflage der Qualifikationsmaßnahme entschieden. Der Kurs läuft seit dem 16. Mai 2017. Inzwischen sind auch alle Plätze besetzt, so dass „neue“ Interessierte leider nicht mehr einsteigen können.

Die Mindeststundenzahl für Schulungen beträgt 30 Stunden, davon mindestens 20 Stunden für die Basisschulung und mindestens 10 Stunden für die zielgruppenspezifische Schulung (sprich unser „anthroposophisches“ Alleinstellungsmerkmal).

Die Termine für die Schulungsmaßnahmen haben wir weitgehend festgelegt, Änderungen sind allerdings noch möglich und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Als Wochentag für die Schulungen ist der Dienstag festgelegt. Bitte beachten Sie, dass die Uhrzeiten bei den jeweiligen Referenten schwanken können.

16.05.2017: Herr N. Martini, Älterwerden und Anthroposophie, 17.30 Uhr

30.05.2017: Frau U. Seibert, Auftaktveranstaltung und Einführung in den Kurs, 19.00 Uhr

13.06.2017: Frau Schlicksupp, Medizinische Aspekte des Älterwerdens, 18.00 Uhr

20.06.2017: Frau A. Schuler, Möglichkeiten der Betreuung, 17.30 Uhr

18.07.2017: Frau U. Seibert, Anthroposophische Pflege, 17.30 Uhr

01.08.2017: Frau C.Y. Schwenk, Sturzprävention, 17.30 Uhr

22.08.2017: Frau D. Dirscherl, Hauswirtschaft, 17.30 Uhr

12.09.2017: Frau C. Schupp-Traub, Bewegungsübungen zu Präsenz und Empathie, 17.30 Uhr

19.09.2017: Frau U. Seibert, Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen, 17.30 Uhr

10.10.2017: Frau U. Seibert, Demenz, 17.30 Uhr

17.10.2017: Frau U. Voltmer, Kommunikation, 17.30 Uhr

Samstag, den 11.11.2017: Frau Belles (Johanniter) Erste Hilfe Kurs von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr mit einer Mittagspause von 12.00 - 13.00 Uhr

Weitere Termine und Themen werden demnächst bekannt gegeben!

Anfragen und Anmeldungen bei A. Maas-Binkle (0681-555 99) oder I. Trapp-Marx (0176-6404 9132)